Was ist ein Zeitwertkonto?

Ein Zeitwertkonto oder Langzeitkonto hat das Ziel, eine längerfristige sozialversicherungsrechtlich geschützte Freistellung z.B. für Pflegezeit, Elternzeit, Vorruhestand oder Teilzeit aus dem Einkommen des Arbeitnehmers zu finanzieren. Hierfür ist eine freiwillige schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber  über den Aufbau eines Zeitwertkontos gem. §7b ff SGB IV erforderlich.

Zu diesem Zweck wird Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers in einem Zeitwertkonto angespart, verzinst  und im Falle einer Freistellung oder bei Teilzeit durch den Arbeitgeber wieder ausgezahlt. Das Zeitwertkonto muss in Geld geführt und gegen Insolvenz geschützt sein. Der Nominalwert des eingezahlten Arbeitsentgelts muss durch den Arbeitgeber garantiert sein. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer mindestens einmal jährlich über den Stand des Wertguthabens informieren.

Im Gegensatz zur betrieblichen Altersversorgung über Entgeltumwandlung gibt es keine finanzielle Höchstgrenze und keinen Mindestzeitraum für die Einbringung von Arbeitsentgelt in das Zeitwertkonto. Wird das Wertguthaben nicht vereinbarungsgemäß verwendet (Beispiele: Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Tod, einvernehmliche Auszahlung außerhalb der Freistellung) muss das Zeitwertkonto an den Arbeitnehmer, bzw. seine Erben wieder ausgezahlt, versteuert und verbeitragt werden (Störfall).

Informationsblatt
Weitere Informationen zu Zeitwertkonten können Sie hier herunterladen:
Zeitwertkonto-Wertguthaben (Januar 2014, PDF)


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